* Pflichtfelder

Augenarzt

Es gibt kaum einen Menschen, der nicht irgendwann in seinem Leben einen Facharzt der Augenheilkunde braucht, sei es weil er eine Brille benötigt, um einen Sehfehler zu korrigieren, ob er über Trockene Augen klagt oder sei es wegen einer schlimmeren Augenkrankheit wie Grauer Star oder Grüner Star, von denen eine ganze Reihe weit verbreitet sind.

Da das Auge unser wichtigstes Sinnesorgan ist – wir erkennen mehr als 80 % aller Umweltreize mit den Augen – ist es von grosser Wichtigkeit, dass bei Störungen oder Verletzungen an diesem Organ unverzüglich ein Arzt aufgesucht wird, sei es in Baden, Wettingen, Aarau oder Winterthur. Dabei ist es für den Patienten unerheblich, ob er in einer grossen Stadt wie Zug, in einer Stadt mittlerer Grösse wie beispielsweise Kloten oder Altstetten, oder im Einzugsgebiet kleinerer Orte wie Buchs, Spreitenbach oder Lenzburg im Kanton Aargau wohnt, denn die Schweiz hat generell ein dichtes Netz von Ärzten und Spitälern, die sehr gute ärztliche Versorgung garantieren. Selbst in Kleinstädten wie Brugg, Schlieren, Regensdorf oder Olten im Kanton Solothurn, aber auch beispielsweise in Wohlen sehen sich viele Menschen mit Augenleiden konfrontiert.

Exzellente Ausblidung

Der angehende Augenarzt erwirbt nach dem Masterstudium zunächst das eidgenössische Arztdiplom (eidgenössische Prüfung Humanmedizin). Das Studium ist an den Universitäten Basel, Zürich, Bern, Fribourg, Genève, Lausanne oder Neuchâtel möglich und der Abschluss befähigt zur unselbstständigen Tätigkeit in einem Spital oder einer Arztpraxis. Nach Erwerb des Diploms ist es möglich, eine ärztliche Weiterbildung aufzunehmen, welche mit einem eidgenössischen Weiterbildungstitel abschliesst. Während die 3-jährige Ausbildung zum praktischen Arzt oder zur praktischen Ärztin als Voraussetzung für die selbstständige Berufsausübung genügt, muss der Augenarzt eine mindestens 5- oder 6-jährige Ausbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt absolvieren, um eine eigene Praxis führen zu dürfen.

Der Ausbildungsstand der Augenärzte, also der Fachärzte und -ärztinnen für Ophtalmologie (Augenheilkunde) in der Schweiz ist sehr gut. Sie befassen sich mit den Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen der Augen und deren Hilfsorganen. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören die Diagnose und die Behandlung von Augenerkrankungen, ebenso die Bestimmung und Kontrolle von Sehhilfen wie Brillengläsern und Kontaktlinsen.

Sie haben zahlreiche Untersuchungen durchzuführen, welche ein gutes Beobachtungsvermögen erfordern. Ebenso wichtig ist aber auch die Beherrschung der für die Untersuchungen benötigten technischen Geräte, zum Beispiel zur Messung von Fehlsichtigkeit. Liegt eine solche vor, so planen sie entsprechende Korrekturmöglichkeiten. Doch das Aufgabengebiet geht noch viel weiter, bei chirurgischen Eingriffen leisten die Fachärzte/-ärztinnen für Ophthalmologie höchste Präzisionsarbeit. Bei Operationen und Therapien werden immer häufiger modernste Techniken wie Augen Lasern, Ultraschall oder minimal-invasive Methoden angewendet, während bei einer Augenentzündung wie zum Beispiel der Bindehautentzündung oft Augentropfen zur Therapie ausreichen.

Spezialisierungen

Innerhalb der Ophthalmologie gibt es weitere Spezialgebiete, zum Beispiel die Strabologie, die sich mit dem Schielen beschäftigt. Der Facharzt für Ophthalmologie mit Schwerpunkt Ophthalmochirurgie (Augenchirurgie) muss sich darüber hinaus nach Erlangung des eidgenössischen oder Anerkennung eines ausländischen Facharzttitels noch Spezialkenntnisse in allen anerkannten Operationsverfahren der Augenheilkunde aneignen, bevor er Operationen durchführen darf. Der Erwerb des Schwerpunkttitels in Ophthalmochirurgie dauert nochmals mindestens zwei Jahre. Ärztinnen und Ärzte, die ihre Weiterbildung in Ophthalmologie im Ausland absolviert haben und keinen schweizerischen Facharzttitel besitzen, haben die Möglichkeit, diese Weiterbildung in der Schweiz anerkennen zu lassen. Aber auch wenn sie ihre Weiterbildung nicht in der Schweiz oder der EU durchlaufen haben, gibt es diese Möglichkeit. In diesen Fällen entscheidet die Medizinalberufekommission (MEBEKO) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) über die Anerkennung der Diplome und Weiterbildungstitel.

Für den Facharzt jeder Richtung ist es äusserst wichtig, ständig über die neuesten Entwicklungen auf seinem Gebiet informiert zu sein. Daher sind auch Ophthalmologinnen und Ophthalmologen, die in der Schweiz tätig sind, nach dem Erwerb des Facharzttitels zur regelmässigen Fortbildung verpflichtet. Diese Fortbildung muss dem Erhalt sowie der Aktualisierung des im Rahmen des Facharzttitels erworbenen medizinischen Wissens dienen. Dazu zählen vor allem Untersuchung, Diagnose, Behandlung, Beratung und Prävention bei Augenkrankheiten.